Verfasst von: Martin Kelting | 21. Januar 2013

Gedanken zu Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nach einer gewonnenen Niedersachsenwahl

Peer Steinbrück hat den Umgang mit Twitter nicht begriffen, seine Facebook-Seite könnte auch die Seite eines X-beliebigen Ortsverbandes sein. Persönlichkeit? Null! Und er hat bis jetzt nicht gerafft, was seine Äußerungen zuletzt in der ihm feindlich gesonnenen Medienwelt bewirkt haben. Kurz: Peer Steinbrück ist im Umgang mit den Medien ein Dilletant. Bei all der geschliffenen Rhetorik gehen die Inhalte unter, weil sie erstens nicht seine „eigenen“ Inhalte sind und zweitens die Presse sie jeweils so dreht, dass er selbst den Schaden hat.
lies hierzu Zeitartikel

All das kann kann man ihm nicht vorwerfen.

Die Fragen sind: Warum findet sich in der SPD nicht ein Hauch von Unterstützung praktischer Art? Wo sind die Medienberater? Welche organisatorischen Hilfen gibt es aus der Partei? Wer sortiert die Themen, bereitet sie auf und bringt sie schlagkräftig in den Vordergrund? Welche Strategie gibt es (außer: Lagerwahlkampf)? Ich erinnere mich noch an den großartigen Wahlkampf der uns Willy Brandt zum Kanzler gemacht hat. Die Bundesrepublik wurde von den Inhalten und der breiten Unterstützung aus dem Volk politisch begeistert. Das ist damals nicht vom Himmel gefallen sondern wurde organisiert! Ähnlich der Wechsel 1998, der Rot/Grün an die Regierung brachte. Kampa hieß das Organisationprogramm. Sehr erfolgreich!

Dass die Macht dann durch die Agenda 2010 und den Verdruss in weiten Teilen der Bevölkerung verloren ging, soziale Gerechtigkeit nicht mehr mit der SPD in Zusammenhang gebracht werden konnte und kann? Dazu ein gewaltiger Mitgliederschwund. Ok, damit muss die SPD und ihr Kandidat leben. Pluspunkt für Fr. Merkel, die geschickt behauptet, die SPD kämpfe mit der Vergangenheit, sie selbst würde sich der Zukunft widmen (beides stimmt nicht, die SPD ignoriert ihren Richtungswechsel noch immer und Merkel schaut nicht in die Zukunft).

Ich wünsche mir einen Machtwechsel in Berlin und eine Politik in Deutschland, die solidarisch in Europa auftritt und sich für Umweltthemen und soziale Gerechtigkeit einsetzt. Frieden und Freiheit sichern sich dann selbst.

Aber ich würde mir wünschen, dass die Parteien, die diesen Wechsel gestalten können auch professionell und entschlossen daran arbeiten und ihre eigenen Kandidaten unterstützen. Sonst wird das nix!

Der Vorsprung in Hannover ist nur hauchdünn wie die Wandung einer Seifenblase.

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